oneM2M – standardisiert den Machine-to-Machine-Markt

one M2M

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Industrie 4.0 – das verspricht mehr Transparenz, mehr Effizienz, insgesamt höhere Gewinne. Doch damit es funktioniert, müssen alle Maschinen der Anlage vernetzt sein. Das Problem? Die vielen verschiedenen Komponenten werden von den unterschiedlichsten Firmen hergestellt. Um reibungslose Abläufe zu garantieren, ist ein gemeinsamer Kommunikationsstandard gefragt. Mit oneM2M will die Telekom gemeinsam mit starken Partnern genau das verwirklichen.

Stellen Sie sich vor, Ihr Telefon klingelt, der Anrufer spricht aber eine Sprache, die Sie nicht verstehen. Egal wie klar die Verbindung ist, wie gut die Kommunikationsfähigkeiten beider Gesprächspartner sind, wie oft das Gesagte wiederholt wird, oder wie wichtig die zu übermittelnden Informationen sind: eine Verständigung wird nicht funktionieren.

Genauso ist es auch bei Maschinen. Auch sie benötigen eine „gemeinsame Sprache“, um Daten verständlich und nutzbringend weiterzugeben. Besonders die komplexen Verbindungen im Internet der Dinge (englisch „Internet of Things“, kurz IoT) sind davon betroffen. Wenn ein Park-Sensor, ein Wasserzähler, ein Kühlschrank, ein Auto oder eine Produktionsmaschine mit einer Cloud kommunizieren wollen, müssen Ingenieure ihnen vorher dieselbe Sprache beigebracht haben.

Bisher war bei jedem IoT-Kunden erheblicher Implementierungsaufwand nötig, um die von Dingen oder Maschinen generierten Daten so umzuwandeln, dass sie sinnvoll von IoT-Cloud-Diensten genutzt werden können. Zukünftig soll das effizienter gehen: Mit einem Standard wie oneM2M wird eine Ebene geschaffen, mit der über die unterschiedlichsten Branchen hinweg – egal ob Smart Home, Healthcare, Automotive oder andere Industrien – kommuniziert wird.

Der Standard für alle Branchen

oneM2M wurde von der gleichnamigen Organisation entwickelt, die speziell einen einheitlichen Standard für den M2M- und IoT-Markt schaffen wollte. Unterstützt von aktuell 230 Mitgliedern – darunter neben der Deutschen Telekom namhafte Partner wie Cisco, ATIS, TTC und ETSI – ist das erklärte Ziel, eine einzige, horizontale Plattform für den Austausch und das Teilen von Daten unter allen möglichen Applikationen zu verwirklichen. Als Software sorgt oneM2M ähnlich wie ein Betriebssystem für einheitliche Rahmenbedingungen, innerhalb derer verschiedene Technologien erfolgreich zusammenarbeiten können. Diese Service Layer soll ohne weiteres in die unterschiedlichsten Hard- und Software-Konstruktionen integriert werden können. Dabei besteht oneM2M aus drei Einheiten:

  • Application Entity (AE), die mit der angebundenen Anwendung kommuniziert
  • Common Service Entity (CSE), welche die üblichen IoT-Funktionen für die Applikationen vorhält
  • Network Service Entity (NSE), die den Zugang der Applikationen zum Netzwerk steuert

Und oneM2M verfügt – ähnlich wie etwa die Releases des Standardisierungsgremiums 3rd Generation Partnership Project (3GPP) – über eine breite Palette an Spezifikationen, beispielsweise zu Architektur, Tests und Sicherheitsmaßnahmen wie „Security by Design“. 

Rasche Entwicklung

Gegründet wurde die Initiative 2012, seither treffen sich Ingenieure der teilnehmenden Unternehmen regelmäßig, um Spezifikationen des neuen Standards zu definieren und zu testen. Im März 2016 veröffentlichte oneM2M sein verbessertes Release 1 mit global gültigen Vorgaben und Richtlinien für IoT-App-Entwickler, Gerätehersteller, Plattform-Anbieter und deren Kunden. Ein weiteres Update – der Release 2 – erschien im Juli 2016.

Und die Entwicklung geht rasant weiter: Obwohl oneM2M ein vergleichsweiser junger Standard ist, wird er bereits häufig angewendet. So wurde etwa der Release 1 bereits von Service-Providern in Süd-Korea, Asien und Europa für Smart-City- und Transport-Anwendungen genutzt. Release 2 geht den Weg weiter, eine einzige, gemeinsame Plattform zur Zusammenarbeit verschiedener Technologien zu bieten; das geplante Release 3 soll noch bessere Unterstützung für App-Developer bieten und sich spezifisch auf die Bedürfnisse des Industrial Internet of Things (IIoT) konzentrieren.

Und auch die Telekom hat ein eigenes Projekt aufgesetzt, um Machine-to-Machine-Kommunikation per oneM2M zu nutzen: Ihre Online-Plattform „Cloud der Dinge“, die perfekt für die Überwachung, Nachverfolgung und Steuerung von Maschinen geeignet ist, wird mit einem oneM2M-fähigem Adapter ausgestattet. Dadurch können Nutzer Geräte verschiedener Hersteller damit vernetzen und auch weitere IoT-Plattformen anbinden. So ist eine perfekte Interoperabilität von „Dingen“ verschiedener Anbieter untereinander und mit der „Cloud der Dinge“ gewährleistet.

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