NarrowBand IoT bringt Licht in die Stadt

Genau das richtige Maß an Licht, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort – das ist es, was die intelligente Beleuchtungslösung des rumänischen Start-ups Flashnet ermöglicht. Für noch bessere und kostengünstigere Ergebnisse setzt das junge Unternehmen dabei auf die neue Netzwerktechnologie NarrowBand IoT. Beim NB-IoT Prototyping Hub der Deutschen Telekom fanden die Entwickler wichtige Unterstützung, um ihr Produkt für die neue Technologie anzupassen.

Auf dem Markt für Low Power Wide Area (LPWA)-Netzwerke etabliert sich gerade ein neuer Mitspieler: NarrowBand IoT (NB-IoT). Die neue Netzwerktechnologie schickt sich nach der erfolgreichen Standardisierung im Sommer 2016 an, das Internet der Dinge (IoT) zu revolutionieren. Besonders junge Unternehmen können von den Möglichkeiten profitieren, die diese Technologie bietet. Viele Start-ups sind bereits dabei, IoT-Anwendungen basierend auf NB-IoT zu entwickeln.

Um diesen Trend zu befördern und die weitere Entwicklung maßgeblich mitzugestalten, hat die Deutsche Telekom den NB-IoT Prototyping Hub initiiert. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Start-ups, Fachleuten und interessierten Unternehmen werden hier Produkte schnellstmöglich zur Marktreife gebracht. Die von den beiden hub:raum-Standorten Berlin und Krakau koordinierte Initiative unterstützt die NB-IoT-Entwicklergemeinschaft mit einem „NB-IoT-Developer Kit“ sowie Hilfestellungen und Kontakten zu potenziellen Kunden. Einer der Teilnehmer des NB-IoT Prototyping Hub: Flashnet. „Wir achten darauf, nur mit den besten Technologien zu arbeiten und suchen nach Partnerschaften mit den besten Unternehmen. Deshalb haben wir uns für die Initiative der Telekom und eine Anpassung unseres Produkts für NB-IoT entschieden“, erklärt Lorand Mozes, technischer Vordenker und Gründer von Flashnet.

Erfahrungen mit IoT und M2M

„Wir haben bereit langjährige Erfahrung in der Entwicklung von IoT-Anwendungen für die Energiebranche, die M2M-Kommunikation nutzen“, ergänzt der CEO des 2005 gegründeten Unternehmens. Er und sein etwa fünfzigköpfiges Team wollen zum führenden Anbieter für intelligente Energiemanagementsysteme werden und ihr Geschäft weltweit ausbauen. Ihre Mission: Konzeption, Entwicklung und Implementierung vielseitiger Hardware- und Softwarelösungen für intelligente Energiemanagementsysteme.

Intelligente Beleuchtung mit inteliLIGHT

inteliLIGHT® heißt die Lösung, die das Unternehmen aktuell für das NB-IoT-Netzwerk adaptiert. Sie hilft Städten und Gemeinden sowie Verkehrsbehörden und den Betreibern von großen Einkaufszentren dabei, die Energieeffizienz zu steigern und die Wartung des Straßenbeleuchtungsnetzes zu optimieren. Ein umfassendes Netzmanagement liefert präzise Informationen in Echtzeit zu allen Veränderungen im Stromnetz, reduziert Energieverluste und bietet fortschrittliche Wartungs- und Optimierungstools. Es passt sich an die bestehende Straßenbeleuchtungsinfrastruktur an und nutzt ein Netz aus Sensoren und Add-ons, die individuell an den jeweiligen Bereich angepasst werden.
inteliLIGHT-Geräte ermöglichen eine Fernsteuerung jeder einzelnen Lampe im Straßenbeleuchtungsnetz und bieten Zugriff auf detaillierte elektrische Parameter und Fehlerberichte in Echtzeit. Darüber hinaus ist inteliLIGHT eine Plug-and-Play-Komplettlösung, die einen bewährten und einfachen Implementierungsprozess bietet – besonders wichtig für Städte, die nicht auf ein umfangreiches IT-Fachwissen zurückgreifen können.

Mit Blick auf die intelligente Stadt der Zukunft

inteliLIGHT nutzt offene Protokolle, ist skalierbar und kompatibel mit Komponenten von Drittanbietern und ermöglicht so die Integration mit aktuellen und zukünftigen Stadtsystemen. „Unser Produkt kann mehr als nur Ihre Straßenbeleuchtung intelligenter machen“, beschreibt Lorand Mozes sein Produkt. „Wir machen aus dem Beleuchtungsnetz ein Netzwerk mit vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten, das die Stadt noch digitaler machen kann.“ Das Beleuchtungsnetz wird zum Nervensystem der Stadt – mit vernetzten und zentral gesteuerten Geräten und Sensoren im gesamten Stadtgebiet – und bildet in Zukunft die Basis für beliebige intelligente Stadtanwendungen. „Städte und Gemeinden erhalten so eine umfassende Übersicht und Kontrolle über die gesamte Beleuchtungsinfrastruktur. Zuvor war das Beleuchtungsnetz wenig mehr als ein Schwarzes Loch. Jetzt können sie den Energieverbrauch genau überwachen und steuern und Wartungsarbeiten so effizient wie möglich planen“, erläutert Lorand Mozes.

NarrowBand IoT als passgenaue Lösung

NB-IoT ist das erste LPWA-Netzwerk, das ein lizenziertes Spektrum nutzt. „Das ist einer der Gründe, warum NarrowBand IoT so attraktiv ist für unsere Lösung“, sagt der CEO von Flashnet. Im Vergleich zu Technologien im unlizenzierten Frequenzspektrum ist NB-IoT in der Lage, das Problem der Interferenz deutlich zu reduzieren und kann eine hohe Servicequalität garantieren. Dadurch ist es Flashnet möglich, seinen Kunden konkrete Service-Level-Agreements (SLAs) zuzusichern. „Außerdem ermöglicht NB-IoT eine große Zahl von vernetzten Objekten je Funkzelle – etwa 50.000 Geräte. Das macht es in Kombination mit dem relativ günstigen Preis für Module und Infrastruktur besonders interessant für intelligente Stadtlösungen wie unsere“, ergänzt Lorand Mozes. Die Besucher des diesjährigen Mobile World Congress können sich am Stand der Deutschen Telekom selbst davon überzeugen, wie gut inteliLIGHT und NB-IoT zusammen funktionieren.

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