Verbraucherelektronik / Fitness & Sport

M2M verbindet Hersteller von Verbraucherelektronik und Kunden

Connected consumer electronics in a smart home

Je mehr Unterhaltungselektronik, Smart-Home-Geräte, Wearables und GPS-Tracker per M2M-Kommunikation mit dem Internet verbunden sind, desto bessere Produkte und Services können Hersteller ihren Kunden bieten.

Immer mehr Verbraucherelektronikprodukte senden über M2M-Lösungen Daten an Hersteller und Plattformen. Im Entertainmentbereich bieten Fernseher und Soundsysteme Zugriff auf Streamingdienste für Video bzw. Musik. Beim Sport messen Fitness-Armbänder den Puls und die gelaufene Strecke. Mit GPS-Trackern lassen sich Wertsachen lokalisieren und mit Smartphone-Apps Autos mieten. Und intelligente Thermostate und Lichtschalter sorgen für mehr Komfort im eigenen Zuhause. So machen per M2M vernetzte Geräte unser Leben einfacher – und bieten Unternehmen ein enormes Potenzial für neue Geschäftsmodelle.

Wearables: smarte Begleiter für Fitness und Sport

Wearables for fitness purposes

Sie messen unseren Puls, zählen unsere Schritte und übermitteln die erfassten Daten an eine Smartphone-App: Wearables wie GPS-Tracker und Fitness-Armbänder werden als mobile Begleiter bei sportlichen Aktivitäten immer beliebter.

2015 wurden weltweit mehr als 70 Millionen Wearables verkauft, von denen die meisten im Sport- und Fitnessbereich zum Einsatz kommen. Immer mehr Hersteller erkennen das Marktpotenzial der tragbaren Begleiter und bieten vielfältige Produkte mit unterschiedlichen Funktionen. So sind Elektronikriesen wie Sony, Samsung und Microsoft neben Sportartikelherstellern wie Nike und Adidas längst auf den fahrenden Zug aufgesprungen, den Garmin, Fitbit, Runtastic, Jawbone und andere spezialisierte Anbieter ins Rollen gebracht haben. Dabei geht es jedoch nicht mehr nur um den Verkauf von Geräten und Apps – im Mittelpunkt steht heute die Auswertung der per M2M-Kommunikation erfassten Daten.

GPS-Tracker, Armbänder und Smartwatches

Die einfachsten Fitness-Wearables sind kleine GPS-Tracker, die meist mit einem Clip an der Kleidung befestigt werden. Sie bieten die geringste Funktionalität, dafür jedoch die längste Akkulaufzeit. Am weitesten verbreitet sind Armbänder, die in der Regel aus Kunststoff oder Gummi bestehen und je nach Modell mit einem Display aufwarten. Smartwatches schließlich bieten den größten Funktionsumfang: Sie übernehmen Smartphone-Funktionen wie das Annehmen von Anrufen oder das Beantworten von Nachrichten, zeichnen sich im Gegenzug jedoch durch ihren deutlich höheren Preis und die geringere Akkulaufzeit aus. Beinahe allen Wearables gemein ist, dass sie wasserdicht oder zumindest schweißabweisend sind. Sie kommunizieren per Bluetooth, NFC, WLAN oder das Mobilfunknetz und lassen sich mit einem Smartphone verbinden.

Mobile Messgeräte für Sport und Fitness

Als ständige Begleiter messen Wearables die Anzahl gegangener Schritte, die zurückgelegte Distanz oder die Dauer einer Aktivität. Tagsüber erfassen sie Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Laufgeschwindigkeit, nachts überwachen sie den Schlaf ihres Trägers und wecken ihn am Morgen. Wasserdichte Schwimmuhren erkennen Armzüge und speichern Informationen zu Geschwindigkeit, Distanz oder der Anzahl geschwommener Bahnen. Skifahrer und Mountainbiker drehen mit Action-Kameras Videos ihrer Fahrten; die Kameras übertragen die Filme und die per GPS aufgezeichneten Streckenprofile anschließend per WLAN auf den Computer zu Hause zur Weiterverarbeitung. Skifahrer und Mountainbiker halten ihre Erlebnisse mit Actionkameras fest, die aufgezeichneten Videos und GPS-Streckenprofile zur Bearbeitung per WLAN auf den Computer zu Hause übertragen. Wer zusätzlich einen drahtlosen Temperatursensor, Herzfrequenz-Brustgurt oder Trittfrequenz- oder Geschwindigkeitssensor nutzt, kann seine Videos mit weiteren Informationen anreichern.

Fitness & Sports

Big Data: Datenübertragung per M2M-Kommunikation

Bei der Erfassung und Bearbeitung all dieser Daten kommt M2M-Kommunikation ins Spiel. Um Verbesserungen der Fitness oder das Erreichen persönlicher sportlicher Ziele des Nutzers festzuhalten, werden Daten vom Wearable gespeichert und automatisch mit dem Smartphone oder Laptop synchronisiert, sobald sich beide Geräte in WLAN- oder Bluetooth-Reichweite befinden. Anschließend werden die Daten per Mobilfunk- oder Festnetz an die Plattform des Herstellers in der Cloud gesendet, um dort anonymisiert verarbeitet zu werden. Spezielle Apps und Programme bereiten die aufgezeichneten Daten für den Nutzer auf und stellen sie in Form von Diagrammen und Abbildungen oder auf einer Karte grafisch dar. Zusätzlich lassen sich in sozialen Netzwerken Ziele mit Freunden teilen und vergleichen. Die Hersteller wiederum können mithilfe dieser anonymen Nutzerdaten ihre Produkte besser auf die Anforderungen des Kunden zuschneiden. Neben dem Wearable selbst erhalten Kunden eine kostenlose Smartphone-App oder Zugang zu einer Website, um ihren persönlichen Trainingsfortschritt regelmäßig zu überprüfen.

Wearables: ein milliardenschwerer Markt

Die Anwendungsmöglichkeiten von M2M-Kommunikation im Sport- und Fitnessbereich sind äußerst vielfältig und noch längst nicht ausgereizt: Seien es Waagen, die Körpergewicht und Körperfettanteil messen und die Daten per WLAN an den PC übertragen, oder intelligente Kleidung, die mittels eingewebter Sensoren die Vitalfunktionen eines Sportlers überwacht. Schon jetzt gibt es erste Krankenkassen, die ihren Versicherten einen Zuschuss beim Kauf eines Fitnessarmbands oder einer Smartwatch gewähren – sie wünschen sich gesunde und gesundheitsbewusste Mitglieder. Geht man nach den Ergebnissen jüngster Studien, die ein wachsendes Interesse an Wearables belegen, erwartet Hersteller und Serviceanbieter in den kommenden Jahren ein milliardenschwerer Markt.

Tags: Wearables , smarte Begleiter , Fitness-Armbänder , Smartwatches , GPS-Tracker